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Angriff bei Tongo Tongo: Zahl der getöteten Soldaten in Niger auf 28 gestiegen

Bewaffnete haben in Niger eine große Militäreinheit angegriffen, 28 Soldaten kamen ums Leben. Am gleichen Ort waren 2017 US-Marines in einen tödlichen Hinterhalt geraten.


Nigrische Sicherheitskräfte mit Modellgewehren bei einem Staatsbesuch Anfang Mai

Nigrische Sicherheitskräfte mit Modellgewehren bei einem Staatsbesuch Anfang Mai


In Niger sind bei einem Angriff mutmaßlicher Islamisten nahe der Grenze zum westafrikanischen Mali mehr Soldaten gestorben als zunächst bekannt: Wie die Armee mitteilte, kamen 28 Soldaten bei der Attacke ums Leben. Zunächst war noch von 17 Opfern die Rede gewesen.

In der Grenzregion kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Im Oktober 2017 wurde eine von US-Soldaten begleitete Patrouille attackiert. Vier amerikanische und vier nigrische Soldaten wurden damals in dem Hinterhalt nahe der Ortschaft Tongo Tongo getötet. Den Angriff reklamierten Islamisten für sich. Ende 2018 dann griffen französische und nigrische Land- und Lufteinheiten ein Dorf in der Gegend an und töteten nach französischen Angaben mehr als ein Dutzend Islamisten.

Die Patrouille, die nun in der Grenzregion in einen Hinterhalt geriet, bestand aus 52 Soldaten. Sie soll, ähnlich wie die US-Militärs 2017, Terroristen verfolgt haben. Der Verfolgung war ein Angriff auf ein Hochsicherheitsgefängnis rund 50 Kilometer nördlich der Hauptstadt Niamey vorausgegangen, bei dem ein Soldat getötet wurde.

Seit 2012
ist der Westen Nigers ein Islamisten-Hotspot

Niger zählt zu den ärmsten Staaten der Welt. In der dünn besiedelten Grenzregion zwischen Niger und Mali kommt es schon seit drei Jahrzehnten immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen, meist zwischen unterschiedlichen ethnischen Gruppen.

Seit Frankreich 2012 eine islamistische Offensive in Mali militärisch niederschlug, haben sich islamistische Gruppen über die Grenze in den westlichen Teil Nigers unweit zu Mali und Burkina Faso zurückgezogen. Einige von ihnen haben Al-Qaida die Treue geschworen, andere der Terrormiliz “Islamischer Staat”. In den Weiten der Sahelzone sind sie militärisch nur schwer zu bekämpfen. Auch aus diesem Grund errichten die USA in nahe des nigrischen Agadez derzeit einen Flugplatz für bewaffnete Kampfdrohnen.


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