Debatte über Kramp-Karrenbauer: FDP-Vize Kubicki wünscht sich Spahn als CDU-Kanzlerkandidaten

In die Diskussion um die CDU-Kanzlerkandidatur hat sich jetzt auch Wolfgang Kubicki eingeschaltet. Der FDP-Vizechef macht sich für Gesundheitsminister Spahn stark. Kramp-Karrenbauer sei ungeeignet.


FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki wirbt für Spahn

FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki wirbt für Spahn


Wer soll Kanzerlin Angela Merkel beerben? Ist Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer eine geeignete Kandidatin? Seit Tagen melden sich die Spitzenpolitiker der CDU zu dieser Frage zu Wort. Einen ungewöhnlichen Vorschlag unterbreitet der FDP-Vizevorsitzende Wolfgang Kubicki.

Er hält Gesundheitsminister Jens Spahn für geeignet. Die Union müsse zwar selbst entscheiden, wen sie aufstelle, sagte Kubicki der “Augsburger Allgemeinen”. Aber: “Wenn ich wählen dürfte, würde mir weder AKK noch Friedrich Merz einfallen, sondern Jens Spahn”, sagte der Bundestagsvizepräsident. Auch Schleswig-Holsteins CDU-Ministerpräsident Daniel Günther erscheine ihm geeignet, dieser müsse aber erstmal die nächste Landtagswahl gewinnen.


Gesundheitsminister Jens Spahn: Kann er auch Kanzler?

Kay Nietfeld/dpa

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Kubicki hält Kramp-Karrenbauer für ungeeignet

Annegret Kramp-Karrenbauer sei dagegen ungeeignet in dieser Rolle. “Wenn man sich die Umfragewerte anschaut, seitdem Annegret Kramp-Karrenbauer CDU-Chefin ist, spricht ihre persönliche Performance nicht gerade dafür, dass sie die richtige Kanzlerkandidatin ist”, wird Kubicki zitiert. “Ihre Wirtschaftskompetenz ist aus meiner Sicht nicht ausreichend.”

Allerdings sei noch zu früh für eine Debatte über die Kanzlerkandidatur von Kramp-Karrenbauer. “Als Angela Merkel Kanzlerin wurde, hat ihr auch keiner zugetraut, dass sie das kann”, sagte Kubicki. “Und sie hat das dann bei allen Vorbehalten, die man haben kann, relativ gut gemacht.”

Spahn hatte auf dem Parteitag in Hamburg im Dezember 2018 für den CDU-Vorsitz kandidiert. Er schaffte es damals aber anders als Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz nicht in die Stichwahl.

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hatte sich am Dienstag für Kramp-Karrenbauer stark gemacht. Auf die Frage, ob die Parteichefin rasch ins Kabinett von Merkel wechseln solle, sagte er der Nachrichtenagentur dpa in Berlin, die Vorsitzende habe viel zu tun mit der Neuaufstellung der CDU. “Und sie wird auch unsere nächste Kanzlerkandidatin sein. Insofern ist das ihre Entscheidung, was der beste Weg dafür ist.


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