+++ Der Morgen live +++: Oskar Lafontaine will offenbar Fusion der Linken mit der SPD

Er war einst Vorsitzender der SPD, dann wurde er zur prägenden Figur der Linken. Nach dem Scheitern von “Aufstehen” hält Lafontaine einem Bericht zufolge eine Fusion der beiden Parteien für notwendig. Die Live-News.


Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht

DPA/Jörg Carstensen

Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht



Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute
Marius Mestermann
beim Start in den Tag
– hier finden Sie

den Autor bei Twitter.

Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.

Oskar Lafontaine war in den 90ern Kanzlerkandidat und Vorsitzender der SPD , dann folgte der plötzliche Bruch und schließlich der Wechsel zur WASG, die später in der Linken aufging. Heute hält der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Saarland offenbar eine Fusion der beiden Parteien für notwendig. Der 75-Jährige vertrete diese Position in internen Gesprächen bereits seit längerem, berichten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) unter Berufung auf das Umfeld Lafontaines. Allerdings vermisse er in beiden Parteien das Personal , das einen Zusammenschluss realisieren könnte. Der Vorsitzende der Internationalen Kommission der Linken und langjährige Lafontaine-Vertraute Heinz Bierbaum sagte dem RND, als früherer SPD-Chef bedaure Lafontaine den Zustand der Partei. “Deshalb liegen solche Überlegungen bei ihm sehr nahe.” Lafontaine habe zunächst mit der parteiübergreifenden Bewegung “Aufstehen” versucht, auf die Sozialdemokratie einzuwirken. “Das hat nicht so geklappt, wie er sich das vorgestellt hat. Aber er wird an diesem Gedanken festhalten”, sagte Bierbaum. Die Linksfraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht – Lafontaines Ehefrau – sieht die Idee kritisch: “Wenn man die SPD, von der die Wähler aktuell nicht wissen, wofür sie eigentlich steht, mit der heutigen Linken, in der wichtige Strategiefragen ebenfalls ungeklärt sind, einfach zusammenwirft, kommt ganz sicher kein Erfolgsprojekt heraus “, erklärte sie gegenüber dem RND. Aktuell bringe eine Fusionsdebatte nichts. Die SPD brauche einen “echten Neuanfang” und müsse sich von der Agenda 2010 verabschieden. “Dann kann man über vieles nachdenken” , erklärte Wagenknecht. Was halten andere Urgesteine der Linken von Lafontaines internen Überlegungen? Der bereits erwähnte Heinz Bierbaum sagte dem RND, er könne sich einen Zusammenschluss “gut vorstellen”. Allerdings sehe er “gegenwärtig noch nicht die politischen Bedingungen dafür”. Eine Vereinigung käme “jetzt viel zu früh” . Zunächst müsste sich die SPD programmatisch und auch in der praktischen Politik deutlich bewegen . Auch der einstige Linksparteichef Klaus Ernst zeigte sich offen für eine Fusion. “Langfristig kann man gar nichts ausschließen”, erklärte er gegenüber dem RND. “Wenn die Sozialdemokratie wieder sozialdemokratisch würde , dann könnte und müsste man auch wieder darüber nachdenken, ob es sinnvoll ist, zwei Parteien in demselben Spektrum zu haben.” Zunächst müssten aber die Sozialdemokraten ihren Kurs festlegen. 6/12/19 4:21 AM Tausende Menschen haben am Mittwochmorgen den Hongkonger Legislativrat belagert, um gegen das geplante Gesetz für Auslieferungen nach China zu protestieren. Jetzt hat der Präsident des Gremiums mitgeteilt: Die zweite Lesung des Gesetzes wird bis auf Weiteres verschoben . 6/12/19 4:15 AM Dieses Panorama enttäuscht nie: Das Kapelle-Ufer im Berliner Regierungsviertel heute Morgen um 4:45 Uhr. 6/12/19 4:00 AM Guten Morgen, verehrte Leserinnen und Leser! Nach einer regnerischen Nacht voller Blitz und Donner erwartet uns heute in Berlin ein heißer Sommertag mit Temperaturen über 30 Grad . Mehr zum Wetter am Ende des Blogs, jetzt starten wir erst einmal in die Nachrichten. Bei Fragen und Anmerkungen erreichen Sie mich unter marius.mestermann@spiegel.de oder via Twitter . Show more Tickaroo Liveblog Software


About the Author



Back to Top ↑