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Boris Johnsons Tories: Russische Großspender sollen in Gefährdungsbericht genannt sein

Die britische Regierung hält einen Bericht über Bedrohungen für die Demokratie des Landes unter Verschluss. Nun meldet die “Sunday Times”, dass russische Großspender für die Partei von Regierungschef Johnson darin auftauchen.


Premierminister Boris Johnson soll private Kontakte zu einigen Großspendern aus Russland gehabt haben.

Aaron Chown/ AP

Premierminister Boris Johnson soll private Kontakte zu einigen Großspendern aus Russland gehabt haben.


Die Namen mehrerer russischer Großspender der britischen Konservativen sollen in einem Parlamentsbericht über Bedrohungen für die Demokratie in Großbritannien aufgeführt sein. Das berichtete die Sonntagszeitung “Sunday Times” unter Berufung auf Insider-Quellen. Die Partei äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.

In welchem Zusammenhang die Spender dort genannt werden, ist unklar. Ihre Namen sind ohnehin bekannt. Parteispenden über 7500 Pfund (umgerechnet knapp 8700 Euro) müssen in Großbritannien deklariert werden. Dass sie angeblich aber in einem Bericht über Bedrohungen aus Russland auftauchen, dürfte bei vielen Briten Besorgnis auslösen.

Die Regierung hatte sich trotz vehementer Forderungen aus der Opposition in der vergangenen Woche geweigert, den Bericht des Ausschusses für innere Sicherheit und Geheimdienste freizugeben. Untersucht wurde unter anderem, ob es beim Wahlkampf vor dem Brexit-Referendum im Jahr 2016 Einmischungen aus Russland gab.

Einige der genannten Spender sollen privaten Kontakt zu Premierminister Boris Johnson pflegen. Dazu gehört unter anderem der Geschäftsmann Alexander Temerko, der Johnson einmal als “Freund” bezeichnete und freimütig über sein enges Verhältnis mit dem Politiker spricht.

Die Briten sollen am 12. Dezember ein neues Parlament wählen. Im Wahlkampf warf Johnson der Labour-Opposition vor, Sympathien für Moskau zu hegen. Nun dürfte er sich womöglich selbst rechtfertigen müssen.


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