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Hochrechnungen: Wahlen in Spanien schaffen keine klare Mehrheit

Die Rechnung von Spaniens Premier Sánchez ist nicht aufgegangen: Seine Sozialisten werden bei der Parlamentswahl zwar stärkste Kraft, doch für einen klaren Regierungsauftrag reicht es wieder nicht. Die Rechtspopulisten legten zu.


Pedro Sanchez im Wahlkampf

Emilio Morenatti / AP

Pedro Sanchez im Wahlkampf


Die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) von Ministerpräsident Pedro Sánchez liegt bei der Neuwahl des spanischen Parlaments vorne.

Doch nach der Auszählung von mehr als 50 Prozent der Wählerstimmen erreichte die PSOE nur etwa 29 Prozent – und verfehlte die absolute Mehrheit damit klar. Der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone droht damit eine Fortsetzung der politischen Blockade.

Die konservative Volkspartei Partido Popular (PP) verbesserte sich demnach gegenüber der Abstimmung Ende April, bei sie 16,7 Prozent der Stimmen geholt hatte. Die Partei bleibt mit nun etwa 20 Prozent deutlich hinter den Sozialisten. Eine große Koalition der beiden Traditionsparteien PSOE und Partido Popular schlossen die Spitzenkandidaten schon vor der Wahl aus.

Die Rechtspopulisten von Vox stiegen mit rund 15 Prozent vom fünften auf den dritten Platz auf. Im April war Vox erstmals ins Nationalparlament eingezogen. Das Linksbündnis Unidas Podemos (UP) folgt mit knapp 13 Prozent und verliert im Vergleich zum April etwa zwei Prozent.

Der Hauptgrund für die Probleme bei Regierungsbildungen in Spanien ist die zunehmende Zersplitterung der Parteienlandschaft. Früher herrschte faktisch ein Zweiparteiensystem, es waren entweder die Sozialisten oder die konservative Volkspartei PP an der Macht.

Im Wahlkampf hatte die Auseinandersetzung über den Umgang mit den katalanischen Unabhängigkeitsbestrebungen eine zentrale Rolle gespielt. In Katalonien war es zu teils gewaltsamen Protesten gekommen, nachdem Haftstrafen gegen Separatisten verhängt wurden.


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