Parteitag: Kramp-Karrenbauer fordert Gegner zu offener Auseinandersetzung auf

In zwei Wochen ist CDU-Parteitag. Geht es nach Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, kommen politische Streitigkeiten dort auf den Tisch. Bei “Anne Will” unterstrich sie auch ihren Führungsanspruch.


Annegret Kramp-Karrenbauer

Nicolas Armer / DPA

Annegret Kramp-Karrenbauer


Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat interne Gegner aufgefordert, die offene Auseinandersetzung auf dem anstehenden Parteitag zu suchen. “Das ist auf jeden Fall die bessere Gelegenheit, als im Hintergrund das Ein oder Andere zu schüren”, sagte sie in der ARD-Sendung von Anne Will. “Deswegen bin ich immer dafür, dass Dinge, die in der Partei diskutiert werden, auch offen diskutiert werden.”

Dabei geht es insbesondere um die Kanzlerkandidatenkür. Der CDU-Parteitag steht in zwei Wochen an. Die Junge Union fordert eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur per Mitgliederentscheid, was als Affront gegen Kramp-Karrenbauer verstanden wurde. Der frühere Fraktionschef Friedrich Merz wiederum hatte gesagt, die Frage, ob er selbst kandidieren wolle, stehe nicht an – aber: “Ich fühle mich ermutigt.”

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Dabei will Kramp-Karrenbauer den Parteitagsverlauf nicht als Vorentscheidung über ihre Rolle verstanden wissen. “Es geht nicht um einen Befreiungsschlag”, sagte sie. Vielmehr geht es nach ihren Worten darum, das Profil der CDU zu schärfen und die Wahlchancen zu erhöhen. “Wenn Friedrich Merz und wer auch immer sich in der Aussprache dazu äußert, seinen Beitrag zu dieser programmatischen Schärfung zu bringen, dann ist das für die Partei gut.”

Zugleich verwies Kramp-Karrenbauer auf den bisherigen Plan der Partei, über die Kanzlerkandidatur erst auf einem weiteren Parteitag 2020 zu entscheiden. Sie sagte: “Ich treibe als CDU-Vorsitzende aus der Führungsposition heraus den Prozess nach vorne.”


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