Syrische Milizen treffen weiterhin in Libyen ein, die Türkei bekräftigt Beziehungen zu Extremisten

Über zwei tausend syrische Kämpfer, von denen viele Kontakte zu extremistischen Bewegungen innerhalb der syrischen Opposition aufweisen, sind von der Türkei nach Libyen verlegt worden.

Eine Stellungnahme der Syrian Observatory for Human Rights, in Bezug auf Informationen von Aktivisten, berichtete, dass „fast 2,400 Kämpfer bereits nach Tripolis geschickt worden sind, weitere 1,700 befinden sich derzeit in der Türkei in der Ausbildung“. Eine Mehrheit der Rekruten stammt demnach aus der Region Afrin aus dem Nordwesten Syriens.

Ein Hauptziel der Berliner Konferenz über Libyen, die letztes Wochenende unter Beteiligung von elf Ländern stattfand, war es zu verhindern, dass Libyen weiter in ein Schlachtfeld für einen Stellvertreterkrieg regionaler und internationaler Rivalitäten verwandelt wird.

Trotz einer Entscheidung, diejenigen Akteure zu sanktionieren, die das Waffenembargo unterwandern, bleibt das Problem der jetzt schon vorhandenen Stellvertretereinheiten.

Die Türkei hat versucht ihre Verlegung von syrischen Truppen nach Libyen zu verdecken. Nachdem einige Videos auf sozialen Medien die Ankunft der Truppen belegten, wurde nach Berichten des englischen Guardian den syrischen Einheiten verboten, jeglichen Beweis ihres Aufenthaltsortes Online zu posten.

Die Versuche, den Einsatz zu verstecken, waren wenig erfolgreich. Am Sonntag drückte der französische Präsident Emmanuel Macron in Berlin seine “akute Sorge über die Ankunft syrischer und ausländischer Truppen in Tripolis“ aus.

Ob die Türkei in Folge der Berliner Konferenz ihre extremistischen Stellvertreter zurückzieht, wird internationale Beobachter weiterhin besonders beschäftigen.

 

 

 


About the Author



Back to Top ↑