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Corona Pandemie treibt Studenten in die Schulden

Überbrückungshilfe und Kredite sollen her, doch die Situation ist Prekär. Die Corona-Pandemie sorgt jetzt auch bei Studierenden für finanzielle Probleme. Zehntausende beantragten staatliche Hilfen, doch viele Anträge wurden abgelehnt.

Tausende Studierende haben sich in der Corona-Krise verschuldet und staatliche Hilfskredite beantragt, laut der Nachrichtenagentur dpa. Das geht aus einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums an den Bildungsausschuss des Bundestags hervor.

Die Studierenden müssen seit dem vergangenen Mai bis nächsten März (2021), für staatliche Hilfen keine Zinsen mehr zahlen. Das Ministerium schreibt, dass die Zahl der Anträge dementsprechend stark gestiegen sind. Bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW wurden im Mai, Juni und Juli 22.000 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 641,6 Millionen Euro gestellt.

500 Euro Überbrückungshilfe soll her

Die Bundesregierung hilft aber durch Kulanzregelung beim BAföG und seit Juni dieses jahres mit einer Corona-Überbrückungshilfe. Diese Überbrückung beträgt bis zu 500 Euro im Monat. Das Bildungsministerium gibt an, dass diese staatliche Nothilfe in einer Gesamthöhe von 17 Millionen Euro,  in mehr als 41, 000 Fällen ausgezahlt worden ist. Allerdings kann diese Hilfe nach aktuellem Stand nur noch im August beantragt werden. Die Studenten die finanziell betroffen sind müssen sich also für das Wintersemester alternative Wege finden, ihr Studium weiter zu finanzieren.

Warnung vor fragwürdiger Schuldenlast

Deutlich mehr Studierende beantragten staatliche Nothilfe, als sie dann auch bekommen haben. Die Tagesschau berichtet, dass nach Ministeriums Angaben sind seit Juni 82.000 Anträge eingegangen. Bei den meisten der abgelehnten Anträge habe keine pandemie bedingte akute Notlage vorgelegen, bei dem Rest seien Unterlagen unvollständig oder unleserlich gewesen.

Bildungsministerin Anja Karliczek wird von den Grünen kritisiert 

Der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion Kai Gehring nennt es einen Skandal, dass jeder zweiter Antrag auf Nothilfe abgelehnt wird. “Die Modalitäten der sogenannten Überbrückungshilfe sind offensichtlich so miserabel, dass Studierende in Notlagen zur blanken Existenzsicherung in den KfW-Studienkredit getrieben werden”, so Gehring. Diese bedenkliche Schuldenlast würden viele bis zum Ende des Studiums – und darüber hinaus – nicht los. Gehring wirft Bildungsministerin Anja Karliczek vor, Zehntausende Studierende in die Pleite oder den Studienabbruch zu schicken.

Die Grünen fordern schon länger eine Reform der staatlichen Studienfinanzierung. Aus der Sicht der Grünen war die Lage vieler Studierender schon vor der Pandemie prekär. Die Zukunft von vielen Studierenden ist unsicher ins besondere wenn sich eine zweite Welle Corona Infektionen entwickelt. 

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