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Dagmar Schipanski ist tot: CDU-Politikerin mit 79 Jahren gestorben

Dagmar Schipanski (CDU) 2010 in Berlin


Foto:

IPON / IMAGO


Die Thüringer CDU-Politikerin und frühere Bundespräsidentschaftskandidatin Dagmar Schipanski ist tot. Sie starb im Alter von 79 Jahren, wie die Bundes-CDU am Freitag mitteilte. »Eine wichtige Stimme für uns, die leider verstummt ist: Wir trauern um eine überzeugte Christdemokratin und einen großartigen Menschen«, hieß es in einem Tweet der Partei.

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»Ein wunderbarer Mensch und eine Kämpferin für die Freiheit ist von uns gegangen«, tweetete der Fraktionsvorsitzende der CDU im Thüringer Landtag Mario Voigt. Er bezeichnete Schipanski als »exzellente Wissenschaftlerin« und »engagierte Politikerin«. Bildung sei außerdem »ihre Herzensangelegenheit« gewesen. Als Präsidentin des Thüringer Landtags und Ministerin habe sie das Bundesland geprägt, schrieb Voigt.

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Die gebürtige Thüringerin machte bereits in der DDR als Wissenschaftlerin Karriere, bevor sie sich nach der Wende zusätzlich in der Politik engagierte. Schipanski studierte in den 60er-Jahren in Magdeburg Angewandte Physik und beschäftigte sich an der Technischen Hochschule Ilmenau später mit Grundlagenforschung zu Halbleiterbauelementen. Da sie sich weigerte, in die SED einzutreten, blieb die hochtalentierte Wissenschaftlerin trotz Promotion und Habilitation jahrzehntelang auf ihrer Assistentenstelle sitzen.

Erste Frau an der Spitze des Wissenschaftsrats

Mit der Karriere ging es für Schipanski erst nach der Wiedervereinigung steil nach oben: 1990 erhielt sie eine Professur in Ilmenau, 1995 wurde sie zur bundesweit ersten weiblichen Rektorin einer Technischen Universität ernannt. Ein Jahr darauf schaffte sie erneut ein Novum. Als erste Frau stand sie an der Spitze des Wissenschaftsrats. Dieses Amt bekleidete sie zwei Jahre lang.

Nach ihrer Niederlage bei der Bundespräsidentenwahl im Jahr 1999, zu der sie von CDU und CSU für das höchste Staatsamt nominiert worden war und dem damaligen SPD-Kandidaten Johannes Rau klar unterlag, widmete sie sich wieder ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Noch 1999 wurde die damals noch parteilose Schipanski Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in der Thüringer Landesregierung. Im Jahr 2000 trat sie in die CDU ein und wurde kurz darauf auch Mitglied im CDU-Präsidium.

Nach dem Rücktritt des Thüringer Ministerpräsidenten Bernhard Vogel im Jahr 2003 blieb Schipanski zunächst auch unter dessen Nachfolger Dieter Althaus (beide CDU) im Kabinett. 2004 schied sie aus und übernahm das Amt der Landtagspräsidentin, das sie bis 2009 ausübte.


col/AFP

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