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Die #MeToo-Affäre sorgt weiter für Unruhe innerhalb der Partei Die Linke, insbesondere im Landesverband Rheinland-Pfalz. Nun haben Mitglieder des Kreisverbands Rhein-Hunsrück Strafanzeige gegen Genossen der Bundespartei, des rheinland-pfälzischen Landesverbands und gegen dessen Ex-Vorsitzende Melanie Wery-Sims erstattet. Der Vorwurf: Sie hätten versucht, einen Sexismusfall in den eigenen Reihen zu vertuschen.
Der Anzeige nach sei ein mutmaßliches Sexismusopfer womöglich von Parteiverantwortlichen beeinflusst worden, den Vorfall intern zu klären – ohne die Ermittlungsbehörden einzuschalten. Dabei könne es sich um eine »Strafvereitelung« gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft Koblenz bestätigte den Eingang der Anzeige; es werde geprüft, ob ein Anfangsverdacht vorliege.

Die Jahrhundertkönigin
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Wery-Sims, die selbst Opfer von parteiinternem Sexismus geworden ist und die Linke auch deshalb verlassen hat, wies die Vorwürfe zurück – genau wie der Landesverband. Zu den Anzeigestellern gehört der Kreisvorsitzende Roger Mallmenn, der Wery-Sims als »Wichsvorlage« bezeichnet haben soll.
Man habe den aktuellen Fall »in enger Abstimmung mit der betroffenen Person behandelt und gelöst«, heißt von den Linken in Rheinland-Pflaz. Von der Anzeige wisse man nichts. Die Bundes-Linken äußerten sich nicht zu dem konkreten Vorfall; sie wüssten nichts von der konkreten Anzeige. Deren Verfasser üben indes scharfe Kritik: »Die ›internen Regeln‹, mit denen die Partei Sexismusfälle behandelt, erinnern uns an den Umgang der katholischen Kirche mit den Missbrauchsfällen«, heißt es in ihrer Anzeige.
Die Linke in Rheinland-Pfalz befindet sich in einer Existenzkrise. Nach dem Austritt von Wery-Sims hat der Landesvorstand inzwischen einen Parteiausschlussantrag gegen Mallmenn gestellt. Der wiederum beklagt, Wery-Sims hätte mehrere Genossen als »Arschlöcher« bezeichnet.









